Camping-Rekord 2025: 44,7 Millionen Übernachtungen – der Boom hält an

Verfasst von

in

Auf einen Blick: Camping in Deutschland bleibt auf Rekordkurs: 2025 zählten die Campingplätze rund 44,7 Millionen Übernachtungen – so viele wie nie zuvor und bereits das vierte Rekordjahr in Folge. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamts hervor. Wir erklären, was hinter dem anhaltenden Camping-Boom steckt, welche Regionen am beliebtesten sind und was das für deinen nächsten Campingurlaub bedeutet.

Der Trend zum Urlaub im Freien ist ungebrochen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) übernachteten 2025 so viele Menschen wie noch nie auf deutschen Campingplätzen: knapp 44,7 Millionen Mal wurde ein Stellplatz, ein Mietwohnwagen oder eine Lodge gebucht. Das sind rund 4,2 Prozent mehr als im bereits starken Vorjahr 2024 (42,9 Millionen) – und ein deutliches Zeichen, dass Camping längst im Mainstream angekommen ist.

Vier Rekordjahre in Folge

2025 war bereits das vierte Rekordjahr in Serie. Besonders eindrucksvoll wird die Entwicklung im längeren Vergleich: Gegenüber dem letzten Vor-Pandemie-Jahr 2019 (35,8 Millionen Übernachtungen) legte die Branche um fast ein Viertel zu. Und blickt man 20 Jahre zurück, hat sich die Zahl der Campingübernachtungen mehr als verdoppelt: 2005 waren es erst 21,7 Millionen – ein Plus von über 105 Prozent. Zum Vergleich: Die Übernachtungen über alle Beherbergungsbetriebe hinweg (also inklusive Hotels und Pensionen) stiegen im selben Zeitraum „nur“ um rund 45 Prozent. Camping wächst also deutlich schneller als der Tourismus insgesamt.

Warum boomt Camping so?

Für den anhaltenden Erfolg gibt es mehrere Gründe. Camping steht für Freiheit, Naturnähe und Flexibilität – Werte, die seit der Pandemie einen zusätzlichen Schub bekommen haben. Gleichzeitig hat sich das Bild des Campingurlaubs stark gewandelt: Statt einfachem Zelt und Feldbett prägen heute komfortable Wohnmobile, moderne Caravans, schicke Lodges und Glamping-Angebote die Plätze. Die Neuzulassungen von Reisemobilen und Wohnwagen sind in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen. Damit spricht Camping längst nicht mehr nur preisbewusste Urlauber an, sondern auch Familien und Komfortliebhaber, die Natur mit Annehmlichkeiten verbinden möchten.

Diese Regionen sind am beliebtesten

Die mit Abstand beliebteste Camping-Destination Deutschlands bleibt die schleswig-holsteinische Ostsee mit rund 3,5 Millionen Übernachtungen – überwiegend von Gästen aus dem Inland. Dahinter folgen der Schwarzwald (2,6 Millionen), die niedersächsische Nordseeküste (2,0 Millionen) und das bayerische Allgäu (1,8 Millionen). Auch die Region Bodensee-Oberschwaben kämpfte sich mit 1,7 Millionen Übernachtungen zurück in die Top 5. Die Zahlen zeigen: Küste und Berge bzw. Seen sind die großen Sehnsuchtsziele der Camper.

Wer an der Ostsee campen möchte, findet bei uns bereits zahlreiche Plätze – etwa in unseren Übersichten zu den Campingplätzen in der Lübecker Bucht und den besten Campingplätzen auf Rügen. Über die Campingplatz-Suche filterst du gezielt nach Lage und Ausstattung.

Was das für deinen Urlaub bedeutet

Der Boom hat auch Schattenseiten: Beliebte Plätze an der Küste und in den Bergen sind in der Hauptsaison früh ausgebucht, und die Preise sind vielerorts gestiegen. Wer flexibel plant, ist klar im Vorteil. Ein paar Tipps: Buche beliebte Strand- und Seeplätze möglichst früh, weiche wenn möglich auf die Vor- und Nachsaison aus, und ziehe auch weniger überlaufene Regionen in Betracht. Oft lohnt der Blick ins Binnenland oder auf kleinere Naturplätze, die ruhiger und günstiger sind als die großen Ferienanlagen an den Hotspots.

Vom Zelt zum Glamping

Der Wandel der Branche lässt sich gut an den Angeboten ablesen. Neben klassischen Stellplätzen für Zelt und Wohnwagen setzen immer mehr Plätze auf fest installierte Unterkünfte: möblierte Safari-Zelte, Holz-Chalets, Fässer, Tiny Houses oder Baumhäuser. „Glamping“ – die Wortschöpfung aus „Glamour“ und „Camping“ – macht den Naturaufenthalt auch für Menschen attraktiv, die keine eigene Ausrüstung besitzen oder mehr Komfort wünschen. Gleichzeitig investieren viele Betreiber in moderne Sanitärgebäude, schnelles WLAN, Wärme- und Sonnenstrom sowie Ladepunkte für E-Autos und E-Bikes. Diese Aufwertung erklärt mit, warum Camping heute ein so breites Publikum anspricht – vom Rucksacktouristen bis zur Familie mit hohem Komfortanspruch. Der Preis dafür: Spitzenplätze kosten in der Hauptsaison inzwischen so viel wie ein Mittelklassehotel.

Camping-Verzeichnis im Aufbau

Der Rekordtrend zeigt, wie groß das Interesse an gut aufbereiteten Campinginformationen ist. Genau hier setzen wir an: campingplätze.de baut Schritt für Schritt ein ehrliches, werbefreies Verzeichnis auf – mit Lage, Ausstattung, Karte und echten Bewertungen von Campern. Aktuell liegt unser Schwerpunkt auf der Ostseeküste und der Mecklenburgischen Seenplatte, weitere Regionen kommen laufend hinzu. Betreiber können ihren Platz übrigens dauerhaft kostenlos eintragen.

Häufige Fragen zum Camping-Rekord 2025

Wie viele Campingübernachtungen gab es 2025 in Deutschland?

Rund 44,7 Millionen – ein neuer Höchstwert und das vierte Rekordjahr in Folge. Gegenüber 2024 (42,9 Millionen) ist das ein Plus von etwa 4,2 Prozent.

Wie stark ist Camping langfristig gewachsen?

In 20 Jahren haben sich die Campingübernachtungen mehr als verdoppelt (2005: 21,7 Millionen). Damit wächst Camping deutlich schneller als der Beherbergungstourismus insgesamt.

Welche Region ist bei Campern am beliebtesten?

Die schleswig-holsteinische Ostsee mit rund 3,5 Millionen Übernachtungen, gefolgt von Schwarzwald, niedersächsischer Nordseeküste, Allgäu und Bodensee-Oberschwaben.

Was treibt den Camping-Boom an?

Der Wunsch nach Freiheit und Naturnähe, dazu der Trend zu mehr Komfort: Wohnmobile, Lodges und Glamping-Angebote machen Camping für immer mehr Menschen attraktiv.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung zu Campingübernachtungen 2025, sowie Tourismus- und Branchenmedien (Stand 2026). Angaben gerundet.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert